Im England des 17. Jh. erhielt die Demokratie entscheidende Impulse. Es ist kein Zufall, dass dort zur gleichen Zeit Tänze kultiviert wurden, in denen Gleichberechtigung und ein lebendiges Miteinander eine geniale tänzerische Form fanden. Die Rede ist von den sog. Country Dances, die nicht nur von der Gentry, dem Landadel gepflegt wurden (daher „Country“) sondern auch vom Hochadel und bürgerlichen Kreisen in den Städten. Die Idee der Country Dances lässt sich auf einen einfachen Nenner bringen: die Tanzenden teilen sich auf in aktive führende Paare sowie passive mittanzende Paare, die diese Rollen im Verlauf des Tanzes aber wechseln. So entsteht ein stets inspirierender Austausch ohne festgefahrene Hierarchien.
Von diesem Modell können wir in unserer Zeit viel lernen. Uns allen steht es frei, sich zu engagieren, um bevorstehende Anforderungen zu meistern und füreinander einzustehen.
Der Workshop gibt Gelegenheit das Miteinander zu erfahren und es mit Spaß und Freude in dieser außergewöhnlichen Tanzform umzusetzen.

Für diesen Workshop sind keine Vorkenntnisse erforderlich, allenfalls ein wenig Neugier. Einzelpersonen wie Paare sind herzlich willkommen.

Leiterin: Jadwiga Nowaczek, Vorsitzende des Arbeitskreises für Tanzgeschichte des DBT (1998-2002), Lehrerin für Barock- und Renaissancetanz, Lehrauftrag für Historischen Tanz an der Musikhochschule München.
Ort: St-Valentinsaal, Passau, Domplatz
Zeit: 22. Oktober, 15:00 – 18:00 Uhr
Anmeldung: ruth@wochen-zur-demokratie.de
Unkostenbeitrag: 15,- €

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