2019 legte Marko Martin den Essayband „Dissidentisches Denken“ vor. Darin porträtiert er Männer und Frauen, die im Kalten Krieg gegen die totalitäre Versuchung am Vorrang der individuellen Freiheit festhielten, u.a. Jürgen Fuchs und Milan Kundera.

„,Brauchen wir Ketzer?‘ – Stimmen gegen die Macht“ heißt Martins neuestes Buch. Er erzählt von scharfsichtigen Autorinnen und Autoren, auf die in ihrer Zeit zu wenig gehört wurde, z.B. Hilde Spiel und Jean Améry.

Der Themenkreis Totalitarismus, Verfolgung und Dissidenz ist ein Lebensthema für Marko Martin: In der DDR verweigerte er den Kriegsdienst und war massiven Repressionen ausgesetzt. Im Frühjahr 1989 verließ er das Land.

Das Gespräch führt der Journalist Niels Beintker.

[Abbildung: Marko Martin und Reiner Kunze in Erlau, um 2000]

Beginn: 20 Uhr
Ort: Passau, Scharfrichterhaus
Eintritt: frei
Veranstalter: Reiner und Elisabeth Kunze-Stiftung

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